Lucien begab sich in den Wald... dorthin, wo Emmanline immer hingehen würde, wenn sie allein sein oder alles entkommen wollte. Mit jedem Schritt wurde sein Herz schwerer, bis es sich anfühlte, als würde es ihm in die Hose rutschen. Dann sah er sie… sitzend auf dem Boden. Ihr schneewei?es Haar umgeben von schwarzer Asche. Ein Teppich aus kohlrabenschwarz bedeckte die Erde, jedes Blatt, jeden Stein... sein Feuer hatte keinen Zentimeter verschont. Und als er das Ausma? sah, traf ihn die Erkenntnis mit voller Wucht... diese Tat würde sie ihm niemals vergeben.
?Verschwinde.“ Deine Stimme war rau, erstickt, voller Schmerz.
?Emman…“, setzte Lucien an, doch weiter kam er nicht.
?Ich habe gesagt, du sollst verschwinden!“, schrie Emmanline, ihre Stimme schneidet wie Eis. Die K?lte darin lie? ihn zusammenzucken... und sie war nichts im Vergleich zu dem Frost, der sich in seiner Brust ausbreitete.
Emmanline
Ihr ganzer K?rper bebte vor unterdrückter Wut, und Emmanline konnte sich einfach nicht mehr beherrschen. Was er hier getan hatte, brachte nicht nur ein Fass zum überlaufen... es lie? jeden Vulkan in ihr ausbrechen. Vorhin wollte sie nur weggehen. Weit weg, hinaus aus dem Schloss, das voller Schmerz und Leid war, bevor sie selbst davon ergriffen wurde. Sie wollte zu ihrem einzigen Platz zurückkehren, den sie hier geliebt und selbst erschaffen hatte. Dieser Ort war das Einzige, was sie hier mochte, der einzige Ort, an dem sie Ruhe fand und sich wohlfühlte. Unter der Natur wollte sie Zuflucht suchen, wie sie es immer getan hatte.
Doch nun lag alles unter einer schwarzen Decke aus Asche. Alles, was Emmanline erschaffen hatte... die unsagbare Sch?nheit der Pflanzen, der Blumen, der ganzen Natur... war vernichtet. Ein Feuer hatte hier gewütet, und sie wusste genau, wessen Flammen das waren. Wie konnte Zorn nur so grausam sein, dass er etwas so Sch?nes zerst?rte?
Anfangs hatte Emmanline gehofft, vielleicht h?tte irgendeine Pflanze überlebt... doch nichts war verschont geblieben. Ihre H?nde waren von Kohlrabenschw?rze bedeckt, Ru? lag auf ihrer Kleidung, auf ihrem Gesicht. überall war die Spur der Verwüstung zu sehen. Warum nur all das?
Dass er nicht gehen wollte, brachte ihr Blut zum Kochen. Nie zuvor hatte Emmanline eine solche Wut gefühlt. Immer hatte sie sie unterdrückt, sie für unwichtig gehalten... doch jetzt brodelte sie ungez?hmt in ihr. Ihr ganzer K?rper bebte. ?Was habe ich dir getan, dass du alles in Asche verwandelst?“ Ihre Stimme war zun?chst beherrscht, doch die eisige K?lte war darin nicht zu überh?ren. ?Stets habe ich mich hinzugefügt, mich angepasst, vieles akzeptiert. Aber wei?t du“ Emmanline steht auf und drehte sich langsam zu ihm um. Oh ja, sie genoss den Schock in seinen Augen... sie wusste, dass sie dieses Recht hatte. Noch nie zuvor in ihrem Leben war sie in Raserei ausgebrochen, hatte geflucht oder ihre Gefühle so unb?ndig gezeigt. Doch dieser Drache hatte es geschafft. Ihr aschebenetztes Gesicht war vor Zorn verzerrt, ihre silbernen Augen gaben all ihre Wut, all ihre Entt?uschung preis. ?Langsam verstehe ich.“
?Emmanline…“, flüsterte er und wollte einen Schritt auf sie gehen.
?Wage es nicht, mir auch nur einen Schritt n?herzukommen.“ Ihre Stimme war eine scharfe Warnung... eine Drohung. Diesmal würde Emmanline alles daransetzen, ihn zu verletzen, wenn sie musste. In diesem Augenblick war sie zu allem f?hig. Eine Macht wuchs in ihr, m?chtiger, roher, wilder als je zuvor. Und es schockierte sie nicht... im Gegenteil. Sollte ihre wahre Natur so handeln k?nnen, würde sie keine Reue dafür empfinden. Sofort blieb er stehen, und sie erkannte an seiner K?rpersprache, wie sehr es ihn widerstrebte, sich zurückzuhalten. ?Ihr Drachen... vor allem du.“ Emmanline betonte jedes einzelne Wort so, als schnitt sie ihm damit die Luft ab. ?Du nimmst dir alles heraus, was dir passt. Du setzt jedes Mittel ein, um deine Ziele zu erreichen... ob im Guten oder im B?sen. Kein Deut kümmerst du dich darum, wen du damit verletzt. Denkst du überhaupt nur eine einzige Sekunde darüber nach?“ Er ?ffnete den Mund, doch sie fuhr fort, immer lauter werdend: ?Nein? Dann fang jetzt endlich damit an.“ Jetzt gab es kein Zurück mehr, keine Grenze, die sie rückg?ngig machen konnte. ?Für einen Augenblick hatte ich wirklich geglaubt, ihr w?rt anders als...“
?Das sind wir“, unterbrach er sie leise.
?Ruhe.“ Ihre Stimme war ein eiskaltes Messer. ?Jetzt rede ich.“ Emmanline hob warnend den Finger... er hatte zu schweigen. ?Ich hatte angenommen, dass ihr anders w?rt als er. Aber du… du unterscheidest dich in nichts von ihm. Du nimmst wie er alles.“ Ihre Stimme brach nicht... sie wurde nur sch?rfer. ?Alles, was ich je besessen habe, nehmt ihr mir einfach. Alles, was mir lieb und teuer war. Und glaub mir, es war nie viel. Und jetzt…“ Emmanline streckte die Arme zu beiden Seiten aus, deutete auf die verbrannte, aschgraue Landschaft um sie herum. ?Das hier war das Einzige an diesem Ort, das mir geblieben war. Der einzige Platz, an dem ich euch Drachen ignorieren konnte. An dem ich einmal nicht daran denken musste, dass ich von deinem Volk gefangen gehalten werde.“ Ihre Stimme wurde brüchig... nicht vor Schw?che, sondern vor tiefem Schmerz. ?Dieser Ort hat mir zum ersten Mal etwas gegeben, das ich nie gekannt hatte... Ruhe. Frieden. Ich habe mir all das hier selbst erschaffen. Und ich war stolz darauf. Ich war… zum Leben f?hig.“ Ihr Blick glitt hart und voller Abscheu über ihn, von oben bis unten. ?Und du…“ Emmanline schnaubte leise, bitter. ?…du zerst?rst es in einem einzigen, l?cherlichen Augenblick. Wahrlich... der Name Zerst?rer passt zu dir. Denn das bist du. Es liegt in deiner Natur.“ Sein Blick wurde finster, doch sie lie? sich kein bisschen davon beeindrucken. ?Los, sag es mir.“ Ihre Stimme war ein Befehl. ?Was habe ich getan, dass ihr Drachen mir alles nehmt? Ich will es verstehen. Sag es mir.“
Kurz dachte sie, er würde gar nicht erst anfangen zu sprechen. ?Es tut mir leid, Emmanline.“ War das alles? Eine Entschuldigung?
Warum machte gerade das sie nur noch wütender? ?Wei?t du, lass es einfach. Ich habe es mir anders überlegt. Ich will es nicht mehr wissen. Vermutlich würde ich es ohnehin nicht verstehen.“ Emmanline wandte den Blick von ihm ab.
?Ich hatte nicht gewollt, dass das hier passiert“, begann er leise. ?Ich gebe zu, es geschah aus reiner Wut... und Zorn. Der Tod meiner Mutter machte mich blind vor Schmerz. Ich konnte nicht mehr klar denken. Ich… ich fühlte mich verraten.“ Er senkte den Kopf, als sie ihn wieder ansah. ?Aber all dieser Verlust ist keine Entschuldigung dafür... was ich dir angetan habe.“
?Verraten gefühlt?“ Emmanline runzelte die Stirn. ?Und fühlst du dich jetzt noch so? Glaubst du wirklich, ich h?tte das getan? Dich verraten?“ Sie wollte eine ehrliche Antwort.
?Ich wei? es nicht“, gestand er. ?Ich... ich denke nicht.“
Ein scharfes, missbilligendes Ausatmen. ?Du denkst nicht? Gut, dann habe ich verstanden. Der Einzige, der sich verraten fühlen sollte, bin ich. Nicht du.“ Ihre Stimme wurde h?rter, sch?rfer: ?Aber wei?t du was? Es ist mir egal geworden.“ Emmanline erinnerte sich an all seine Worte zurück... jedes davon wie ein Brandmal in ihrem Kopf. ?Vermutlich hast du recht mit allem, was du mir vorgeworfen hast. Ich besitze keinen Funken Dankbarkeit dir gegenüber, weil du mich zu all dem zwingst. Ich sehe nicht ein, dass ihr anders sein k?nntet. Wei?t du warum? Weil ich Genugtuung verspüre. Ich dachte, ich w?re dazu nicht f?hig… aber du hast mich eines Besseren belehrt.“ Ihre Stimme war nun eiskalt sachlich... das Gef?hrlichste an ihr. ?Ich mag gefühllos wirken, aber das liegt daran, dass ich nicht anders sein kann. Ihr habt mir das genommen, als ihr mir meine Mutter genommen habt. Glaubst du, ich h?tte nie Wut gefühlt? Nie Trauer? Nie Schmerz? Was glaubst du, was ich gefühlt habe, als ich zusehen musste, wie sie starb? Vor meinen Augen? Glaubst du, du w?rst nicht k?lter geworden, w?rst du an meiner Stelle gewesen?“ Emmanline atmete zitternd ein, aber ihre Stimme blieb eisig. ?Also sieh es als Rache. Als das Einzige, was mir noch bleibt. Bestrafe mich, foltere mich, lass mich leiden... wenn es dir Zufriedenheit oder Vergeltung bringt. Du hast es sowieso gesagt... es ist besser, allein zu bleiben… so besitze ich wenigstens keine Schw?che.“ Doch ihr Brustkorb schmerzte... viel zu sehr. Warum tat es ausgerechnet jetzt so weh? Sie war immer allein gewesen… und es hatte ihr nie etwas ausgemacht. Warum jetzt?
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?Ich... ich kann all das nicht zurücknehmen, was ich gesagt habe“, sagte er rau, ?auch wenn ich alles dafür geben würde. Aber... ich kann es nicht. Ich werde dich niemals bestrafen, foltern oder... leiden lassen. Ich will keine Vergeltung. Kein Triumph. Das Einzige, was ich will, bist...“
?Nein.“ Ihr Schrei schnitt ihm jedes weitere Wort ab. Emmanline wollte es nicht h?ren. Kein einziges davon. Alles war eine Lüge.
Alles.
?Ich will das nicht h?ren. Geh. Verschwinde. Ich will allein sein. Verschwinde!“, fuhr sie ihn an, ihre Stimme voller Schmerz und Wut, die kaum noch zu trennen waren. Alles wurde ihr zu viel. Alles musste endlich aufh?ren.
Ohne ein Wort wandte er sich um und ging ein paar Schritte zurück, den Weg, den er gekommen war. ?…du“, flüsterte er noch, als er kurz stehen blieb, bevor er ganz in der dunklen Nacht verschwand.
Erst jetzt konnte Emmanline in sich zusammensacken. Ihre Knie gaben nach, und sie sank auf den Asche bedeckten Boden. Alles war ihr zu viel, jede Faser ihres K?rpers fühlte sich ersch?pft und ausgelaugt an. Kein Funken Kraft war mehr in ihr übrig, und dennoch rasten ihre Gedanken und Gefühle wie entfesselt. Am liebsten h?tte sie geschrien, aber in ihrem Hals steckte ein dicker Klo?, der alles in ihr erstickte.
Warum nahm das alles kein Ende?
Lucien
Noch immer stand Lucien unter Schock und Entsetzen über das, was gerade zwischen ihnen geschehen war. Er hatte gewollt, dass Emmanline ihren Zorn herauslie?, dass sie tobte, schrie und all das aussprach, was sich in ihr aufgestaut hatte. Doch jetzt, wo er genau das bekommen hatte, stand er wie gel?hmt da, unf?hig zu begreifen, wie es dazu hatte kommen k?nnen. Sein Herz fühlte sich an wie ein schwerer Stein in seiner Brust, eine Last, die ihn erdrückte. Seine Gefühle lagen am Boden... genauso wie seine Gedanken, die nur noch ein chaotisches Durcheinander waren. Es h?tte nichts gebracht, wenn Lucien bei ihr geblieben w?re. Er hatte erkannt, dass Emmanline in diesem Augenblick niemals zur Ruhe kommen würde, solange er in ihrer N?he war. So sehr er sich auch danach sehnte, sie in den Arm zu nehmen und zu tr?sten... sie h?tte es niemals zugelassen. Sein Instinkt schrie nach N?he, nach Schutz, nach Trost für sie. Doch er musste sich zwingen, das Gegenteil zu tun. Emmanline klammerte sich an ihren Schmerz, an eine Wunde, die sich tief in ihr Herz und ihre Seele gefressen hatte.
Warum war ihm dieses Ausma? nicht schon früher bewusst geworden? Lucien wusste doch, was ihr widerfahren war... zumindest einen gro?en Teil davon. Und trotzdem hatte er es getan. Sie erneut verletzt. Ihr etwas genommen, das ihr etwas bedeutete. Warum schaffte er es nicht, ihr gegenüber auch nur einmal das Richtige zu tun? Er hatte immer von sich behauptet, dass er sich bei ihr die gr??te Mühe gab. Aber reichte das nicht aus? Musste er sich noch mehr bemühen, um sie endlich zu erreichen? Um wirklich zu ihr durchzudringen?
Wie sehr wünschte Lucien sich in diesem Moment, seine Mutter um Rat fragen zu k?nnen. Doch sie war nicht mehr da. Und dieser Verlust nagte an ihm... tief und unerbittlich. Es fühlte sich an, als müsste er zwei Verluste zugleich tragen. Und langsam konnte er es nicht mehr ertragen.
Lucien k?nnte aufgeben. Er k?nnte Emmanline in Ruhe lassen... es w?re für ihn so viel einfacher. Doch er wusste bereits jetzt, dass er das niemals k?nnte. Sein Drache war von ihr besessen, und er würde sie niemals gehen lassen. Auch der Mann in ihm nicht. Diese kleine, vermeintlich zerbrechliche Frau... die in Wahrheit so stark war... hatte sich tief in sein Herz gesetzt. Emmanline sollte wissen, wie es in ihm aussah. Sie sollte wissen, was sie ihm bedeutete, wie wichtig sie für ihn war. Alles, was sie für ihn war. Und es wurde Zeit, dass er mit ihr Klartext sprach. Dass sie ihn endlich verstand. Auch wenn er etwas Unverzeihliches getan hatte... Lucien würde sie vom Gegenteil überzeugen. Nein, er musste es. Alles andere würde er nicht akzeptieren.
Sie geh?rte zu ihm. An seine Seite.
Sollte Emmanline toben, wüten, ihn anschreien... Lucien würde kein einziges Mal zurückweichen. Er würde nicht eher ruhen, bis er ihr Verzeihen bekam. Selbst wenn er den Rest seiner Ehre und seines Stolzes dafür opfern musste. Es war Zeit, dass er sich über einiges klar wurde. Sie hatte recht... er musste ernsthaft darüber nachdenken und das würde er tun. Und sobald er einen Weg gefunden hatte, würde Lucien ihn nutzen... verflucht noch mal. Selbst wenn Lucien auf Knien zu ihr robben musste, um ihre Vergebung zu bekommen.
Ein tiefes Feuer der Entschlossenheit brannte in seinen Adern, und sein Blut kochte vor Ehrgeiz. Nein, jetzt gab es keinen Weg mehr zurück. Wenn ein De la Cruise eine Entscheidung traf, dann war sie in Stein gemei?elt... und nichts und niemand würde sie je brechen. Absolut nichts.
Sollten andere ihn für verrückt halten, weil Lucien hinter ihr herlief oder sogar betteln musste, dann war das ihr Problem. Er würde diese Frau nicht aufgeben. Niemals wieder. Das Schicksal hatte sie ihm gegeben, und er müsste ein Narr sein, wenn er sich dessen nicht bewusst w?re... oder ein gr??erer Narr, wenn er sein zukünftiges Leben aus Blindheit einfach wegwarf.
Emmanline war eine gefühlvolle, sinnliche Frau... etwas, das er mehr als einmal zu spüren bekommen hatte. Vielleicht zeigte sie es nicht offen, doch er verstand nun, was wirklich hinter ihrer Art steckte. Natürlich wusste Lucien, warum sie eine eisige, unerschütterliche Mauer um sich errichtet hatte, um nie wieder verletzt zu werden. Aber auch diese Zeit war vorbei. Lucien würde diese Mauer einrei?en und ihr zeigen, was es bedeutete, nie wieder allein zu sein... und dass sie sich vor nichts mehr fürchten musste.
Es war an der Zeit, endlich wie ein wahrer Seelengef?hrte aufzuwachen. Das war seine Aufgabe. Seine Pflicht. Und Lucien würde sich verflucht noch mal zusammenrei?en. Emmanline geh?rte zu ihm ... und er würde sie nie wieder hergeben. Er wollte ihre ganze Sinnlichkeit, ihre Leidenschaft, ihre Gefühle erfahren und kennenlernen. Es steht ihm zu, so wie seine Gefühle, seine Empfindungen und seine Taten von nun an ihr geh?rten. Diese Frau besa? jedes Recht an ihm, und der Tod sollte ihn holen, wenn er ihr diese Rechte jemals verweigerte.
Von jetzt an sollte Emmanline Liebe, Glück und Freude empfinden. Nichts anderes. Wenn es das Letzte war, war Lucien tat. Er würde ihren Schmerz wie ein Schwamm aus ihr herausziehen und sie anschlie?end mit all seiner Liebe, seinem Glück und seiner W?rme überschütten.
Mit grimmigem Gesichtsausdruck und fest nach vorne gerichtetem Blick war Lucien entschlossen wie nie zuvor. Jetzt musste er nur noch einen Weg finden, ihr eine wahre Entsch?digung zu geben. Worte würden nicht reichen. Nur Taten konnten sprechen. Und vielleicht… vielleicht hatte er sogar schon eine Idee, wie er ihre Aufmerksamkeit gewinnen konnte. Zuversicht und Hoffnung erfüllten ihn. Seine Idee würde er in die Tat umsetzen... sobald er sie vollst?ndig durchdacht hatte. Es w?re schwer, hart, vielleicht unm?glich zu wirken, und es würde ihn viel kosten. Aber er würde es tun. Er würde es allein für diese Frau tun, weil sie es wert war.
Auch Lucien musste sofort handeln. Jede Sekunde, die er hier herumstand, war verlorene Zeit. In Mitleid und Trauer würde er nicht mehr versinken. Er hatte ein Ziel... ein gro?es Ziel... und nichts würde ihn davon abbringen. Er war felsenfest überzeugt... er würde es schaffen.
?Ich darf keine Zeit verlieren.“ Und ohne einen weiteren Blick zurück verschwand Lucien in der tiefen Dunkelheit, anstatt ins Schloss zurückzukehren.

