Darius konnte sehr gut nachvollziehen, in welchem Konflikt sein Neffe stand. Geheimnisse vor der eigenen Seelengef?hrtin zu haben war selbst für ihn schwer vorstellbar. Bei Saphira war es ?hnlich… sie waren Seelengef?hrten, doch es war niemals so, wie es sein sollte. Warum das Schicksal gerade sie auserw?hlt hatte, war ihm bis heute ein R?tsel. Gefühle würden sich nie entwickeln… sie waren eher zueinander hingezogen auf k?rperlicher Ebene, doch im Herzen blieben sie getrennt. Sie verbanden Sex und die Pflichten des Rates, mehr nicht. Von Liebe würde niemand von ihnen je sprechen, und es würde auch niemals so sein, egal wie sehr sie sich bemühten. Ein Bund w?re undenkbar, weil beide tief im Innern wussten, dass es nicht richtig w?re. Darum konnte Darius Lucien gut verstehen. Geheimnisse vor der eigenen Gef?hrtin zu haben war eine fast unm?gliche Situation. Fast, denn es gab kleine Ausnahmen. Doch dieses Gespr?ch würde unter ihnen bleiben… zwischen Onkel und Neffe.
?Wie meinst du das, sie musste für alles bezahlen?“, fragte Darius skeptisch und horchte auf.
Lucien z?gerte kurz. Die Worte wollten nicht sofort über seine Lippen kommen, doch Darius wusste, dass er keine Ruhe finden würde, bis er es ausgesprochen hatte. ?Vorhin erw?hnte ich den Konflikt… mit den Lykae. Ich hatte mich mit Garett Wisdom auf den Weg gemacht, um unsere K?mpfenden auseinanderzuhalten. Es war unm?glich, die Fronten zu trennen, und ich h?tte nie erwartet, dass sich ein Verr?ter unter uns befindet. Arokh hatte sich mit Culebra verbündet, und dieser Kampf war die perfekte Gelegenheit, mich aus dem Weg zu r?umen.“ Sein Blick verfinsterte sich und Darius sah Luciens Drachen in seinen Augen widerspiegeln, sein K?rper spannte sich immer mehr an, als sein Neffe seine Erinnerung heraufbeschwor. ?In dieser Situation w?re es ein Leichtes gewesen, die Lykae zu beschuldigen. Auf beiden Seiten h?tte es ein Massaker gegeben. Doch Emmanline…“ Sein Atem wurde schwer und seine H?nde krallten sich in seine Handinnenfl?chen, w?hrend er knurrte. ?Sie schien sich an etwas zu erinnern, das … sie mir unbedingt sagen musste. Ich werde nie wieder vergessen… wie sie mitten durch die t?dliche Menge versucht hat, zu mir zu gelangen.“ Seine Stimme zitterte leicht vor unterdrückter Wut und Angst. Der Gedanke an diesen Anblick lie? Darius eigenes Herz rasen. Es war nicht nur ein Kampf um Leben und Tod gewesen… es war ein Kampf um diese Frau… um sie zu retten, w?hrend alles um ihn herum zerbrach. Darius schwieg. Er wusste genau, dass sein Neffe nicht mehr erz?hlen würde, als er musste. ?Nie h?tte ich geglaubt, dass Augenblicke… sich vor den Augen wie in Zeitlupe abspielen k?nnen. Doch ab diesem Moment wusste ich es besser. Alles um mich herum verschwand, und ich hatte nur noch Augen für sie. Panik… echte nackte Panik, dass ihr etwas zust??t… packte mich. Selbst wenn alles wie in Zeitlupe verlief, war die Realit?t schneller… als jede Wahrnehmung. Und ehe ich mich versah… lag Emmanline in meinen Armen… mit einem Pfeil in ihrer Brust.“
Darius stockte der Atem und seine Augen weiteten sich mit jedem seiner Worte. ?Heilige G?tter…“, flüsterte er rau und fassungslos. Lucien hatte zusehen müssen, wie seine Seelengef?hrtin verwundet wurde? ?Aber sie lebt… das ist wenigstens gut…“, versuchte er, beruhigende Worte zu finden.
?Wieder.“ Luciens Stimme war eisig und hart, das Knurren seines Drachen kaum unterdrückt.
Darius runzelte die Stirn. ?Wieder? Soll das hei?en, sie war… tot gewesen?“
Lucien knurrte erneut, diesmal lauter. ?Ja… in diesem Moment starb sie in meinen Armen, und ich… konnte verflucht nochmal nichts tun. Der Pfeil h?tte mich selbst t?ten k?nnen und h?tte mich dahin gerafft. Die Spitze war mit einem Parasittengift getr?nkt, das Garett beinahe das Leben gekostet h?tte… wenn Emmanline es nicht geschafft h?tte, ihn zu heilen.“ Die Luft schien im Raum zu stehen. Lucien stie? schwer die Luft aus, begann wieder vor dem Fenster unruhig auf und ab zu gehen. Darius konnte kaum glauben, was er h?rte. Kein Wunder, dass sein Neffe auf diese Frau fixiert war. Sie hatte nicht nur sein Leben gerettet, sie hatte sein Schicksal ver?ndert. Ohne sie stünde Lucien nicht hier… s??e nicht auf dem Thron. ?Das war nicht das erste Mal, dass sie mich gerettet hat. Schon damals, vor den Engeln… als sie mich zur Strafe gefangen genommen hatten. Emmanline… sie ist vermutlich der Grund, dass ich überhaupt noch hier stehe.“
Darius hob beschwichtigend die H?nde, um das Ausma? seiner überraschung zu verbergen. ?Warte mal… ganz langsam. Warum wei? ich von all dem nichts?“
Lucien blieb stehen, das Feuer in seinen Augen brannte wie nie zuvor, als er ihn anblickte. ?Weil niemand es wissen durfte. Nicht die G?tter, nicht der Rat, nicht einmal du. Es gibt Dinge, die man schützen muss, um Leben zu retten. Ich konnte sie nicht gef?hrden, nicht einmal durch das Wissen anderer.“ Darius nickte langsam, die Dringlichkeit und Tiefe dessen, was Lucien erz?hlte, sickerte erst jetzt richtig in ihn ein. Er verstand nun, warum sein Neffe so besessen, so entschlossen war. Diese Frau war nicht einfach eine Gef?hrtin… sie war sein Schutz, sein Gleichgewicht… sein Leben. ?Weil es bisher keine Gelegenheit gab. Zu vieles ist in kürzester Zeit geschehen, was ich selbst erst begreifen muss. Doch eines wei? ich mit Gewissheit… Culebra und die dunklen Fae spielen ein falsches Spiel. Ich will noch nicht davon ausgehen, dass sie zusammen unter einem Hut stecken, aber Fakt ist, wir haben es nicht mit nur einem Problem zu tun, das sich einfach beseitigen lie?e. Es ist ein gewaltiges Problem, das vermutlich schon seit langer Zeit brodelt. Die dunklen Fae haben es sorgf?ltig eingef?delt, und sie sind zu einem gewissen Teil dafür verantwortlich, dass wir alle in Konflikte und Kriege mit anderen V?lkern verstrickt wurden.“ Lucien hielt kurz inne, lie? seinen Blick durch den Raum wandern, bevor er wieder auf und ab lief. ?Beinahe w?re es vor einigen Tagen mit den Lykae eskaliert, wenn wir es nicht rechtzeitig bemerkt h?tten. Die dunklen Fae sind Meister der T?uschung und der Giftmischerei. Sie haben uns glauben lassen, die Lykae würden uns angreifen, damit wir wiederum sie angreifen… um einen Krieg gegeneinander zu entfesseln, uns gegenseitig zu schw?chen oder gar zu vernichten, w?hrend sie freie Bahn haben.“
Ersch?pft lie? Darius sich in den Sessel zurückfallen, froh, kurz pausieren zu k?nnen. In seinem Kopf wirbelten die Informationen unaufh?rlich, als er versuchte, alles zu ordnen. ?Soll das hei?en… wir sind all die Jahre auf ihre Intrigen reingefallen?“
?Vor Jahrhunderten schon“, best?tigte Lucien, sein Blick fest auf den Horizont gerichtet. ?Ich wei? nicht, wie weit sie schon sind oder was sie am Ende bezwecken.“ Darius bemerkte, wie Luciens harte Gesichtszüge weicher wurden, als sein Neffe aus dem Fenster starrte… wie Sehnsucht in seinen Augen aufblitzte. Sofort wusste er, was Lucien ablenkte… seine Frau, die ihm vom Schicksal vorherbestimmt war. Jede seiner Bewegungen, jeder Blick deutete auf die Frau hin, die sein Neffe so sehr verehrte. Sie bedeutete ihm alles… und doch trieb ihr Geheimnis Darius Sorgenfalten auf die Stirn. Immerhin hatte sie unter Culebras Hand gelebt. Niemand konnte sagen, ob sie spielte, ob sie etwas B?ses plante oder wirklich nur das tat, was Lucien ihr zutraute.
?Woher wei?t du das alles? Wieso bist du dir so sicher, dass es stimmt?“, fragte Darius, misstrauisch und zugleich besorgt.
Mit einem Ruck wandte sich Lucien von seinem Blick auf die Ferne ab und sah Darius direkt an. ?Ruby ist meine Informantin.“
Darius nickte langsam. Jeder im Volk kannte Ruby als verw?hnte und verrückte Tochter des K?nigshauses. Doch kaum jemand wusste, wer sie wirklich war… eine geschickte, unberechenbare Spionin. Niemand wusste, wie tief ihre F?higkeiten reichten, doch Lucien vertraute ihr. Und sollte alles, was sie berichtete, der Wahrheit entsprechen, dann standen ihnen dunkle, gef?hrliche Zeiten bevor. Fassungslos und ersch?pft fuhr Darius sich mit einer Hand über das Gesicht. Noch vor wenigen Augenblicken hatte er voller Energie gesteckt, doch nun fühlte er sich ausgelaugt, als w?re er seit Tagen rastlos durch die Lüfte geflogen, ohne Ziel, ohne Halt, ohne einen einzigen greifbaren Anhaltspunkt.
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?Ich wei?, du verstehst es nicht wirklich“, riss Lucien ihn aus seinen Gedanken. Erst jetzt bemerkte Darius, wie still und schwer die Atmosph?re geworden war.
Vielleicht konnte er es tats?chlich nicht vollst?ndig begreifen. Darius besa? keine solche Verbundenheit, keine alles verzehrende N?he wie sein Neffe. Doch man musste blind sein, um nicht zu erkennen, wie sehr Lucien dieser Elfe verfallen war. ?Vermutlich nicht“, gab Darius schlie?lich zu.
?Ich kann nichts dagegen tun, Onkel. Egal, was kommen mag, ich werde sie vor allem und jedem beschützen. Emmanline ist mein und wird es immer sein, bis über meinen Tod hinaus. Selbst mein Drache hat sich entschieden, und es gibt kein Zurück mehr. Nie wieder… und ich will es auch nicht. Ich darf sie nicht verlieren.“ W?hrend er sprach, blickte Lucien unentwegt aus dem Fenster, und wieder wurde sein Ausdruck weicher, fast schmerzlich sehnsuchtsvoll.
?Dich scheint es wirklich erwischt zu haben“, stellte Darius leise fest, ohne anklagend zu klingen.
?Das wei? ich selbst“, kommentierte Lucien, als st?rte diese Feststellung ihn nicht.
?Wei? sie denn, was alles auf sie zukommt und was sie sein wird?“, fragte Darius weiter nach, und selbst er musste so etwas wissen. Gerade als Mitglied des Rates und allein für sich als Drache.
Ein kaum merkliches L?cheln legte sich auf Luciens Lippen. ?Ja, sie wei?, was sie für mich bedeutet. Und noch immer kann ich kaum glauben, dass sie bleibt. Ich wei? auch, welches Los sie erwartet, denn sollte sie sich endgültig für mich entscheiden… wird sie unsere K?nigin sein. Doch ich bin mir sicher, dass sie die Richtige ist.“
?Nun gut.“ Darius erhob sich langsam aus seinem bequemen Sessel. ?Dann bin ich wirklich gespannt darauf, sie kennenzulernen. Und neugierig bin ich ebenfalls, was für eine Frau es geschafft hat… dich so zu z?hmen.“ Ein leises Lachen entwich ihm. ?Sie muss über au?ergew?hnlichen Mut und St?rke verfügen, um dir die Stirn zu bieten.“
?Oh, bei den G?ttern, das hat sie“, erwiderte Lucien freudestrahlend, ohne zu z?gern. ?Nach allem, was ich über sie wei?, ist sie mutiger und st?rker als jeder Krieger, auch wenn ihr die k?rperliche Kraft fehlt und sie keine Krallen und Klauen besitzt.“
Darius wandte sich ihm erneut zu, und sein Blick ver?nderte sich spürbar. Es erschreckte ihn beinahe… diese Erkenntnis. Das musste wohl wahre Liebe sein… eine Verbindung, die weit über die Seele hinausreichte, bis über den Tod hinweg. Das erste und einzige Mal hatte er solch eine Macht zwischen seinem Bruder Raziz und dessen Gef?hrtin Rhivanna gesehen. Zwischen ihnen hatten dieselbe Anziehung, dieselbe Hingabe und dieselbe unerschütterliche Liebe geherrscht… ein Band, das mit jeder Prüfung nur st?rker geworden war. Genau das schien sich nun zwischen seinem Neffen und dieser Elfe zu wiederholen.
Freude war ein Gefühl, das Darius kaum zu benennen wusste, doch eines stand fest… solange Lucien so war wie jetzt, trug er eine gr??ere St?rke in sich als jemals zuvor. Doch sollte er eines Tages, was Darius nicht hoffte… seine Gef?hrtin verlieren, würde sein Volk ihn gleich mit verlieren. Und dann stünde ihr Volk ohne K?nig da, mit Aussichten, die düsterer kaum sein konnten. ?Wenn du diese Frau wirklich zu deiner Gef?hrtin machst, solltest du es dem ganzen Rat mitteilen. Schlie?lich wird sie die zukünftige K?nigin sein, die du erw?hlt hast. Vielleicht wird es Gegenargumente geben, vielleicht Missbilligungen, weil sie nicht aus unserem Volk stammt, aber sie sollten es erfahren“, sprach Darius offen.
?Das werde ich, sobald ich die Gewissheit habe“, antwortete Lucien. ?Ich kann schon vor Augen sehen, dass es den Traditionen widerspricht und viele auf alten Gesetzen beharren werden. Doch wir leben in einer neuen Welt. Alles hat sich ver?ndert… genauso wie wir selbst. Ich sitze auf dem Thron und bestimme die Gesetze. Ich kann sie ?ndern, und sollte jemand meiner Gef?hrtin Schaden zufügen wollen, werde ich gnadenlos sein.“ Seine Augen funkelten golden, Zorn und Warnung spiegelten sich darin… eine klare Ansage, die keinen Zweifel lie?.
Darius fand diese Entschlossenheit faszinierend. Das würde neuen Wind unter die Drachen bringen, doch wie würden sie reagieren, wenn die Auswirkungen spürbar würden? Welche Aufst?nde, welche Widerst?nde würden folgen? Für ihn selbst w?re es kein Problem, aber einige im Rat würden gewiss Sturm laufen. Namen konnte er viele nennen, doch niemand wusste, wie tief die Loyalit?t wirklich reichte. Diese Frau müsste einiges tun, um den Respekt der Drachen zu gewinnen. Anscheinend hatte sie ihn schon bei einigen erreicht… und das interessierte Darius ungemein. Er würde ihr wohl irgendwann aus reiner Neugier begegnen müssen.
Langsam beschloss Darius, sich zurückzuziehen. Er brauchte einen Moment, um Ruhe zu finden, die Gedanken zu ordnen und das Erlebte zu verarbeiten. Doch bevor er ging, stellte er noch eine Frage: ?Du hast vorhin erw?hnt, dass sie in deinen Armen gestorben ist. Der Pfeil h?tte ihr Herz durchbohrt, das Parasitengift h?tte selbst dich oder Garett get?tet. Wie kann es sein, dass sie lebt? Sie h?tte doch tot sein müssen. Warum lebt sie?“
Lucien verfinsterte sich, die Züge hart wie geschliffenes Metall. ?Das kann ich nicht verraten. Das Einzige, was du wissen musst, ist… sie ist etwas Besonderes. Und genau das macht sie einzigartig.“
Darius nickte langsam. Er wusste, dass er keine weiteren Antworten bekommen würde. Also zog er sich zurück und lie? Lucien allein. Auf dem Weg zu den Schlafs?len, die er mit Saphira teilte, gingen seine Gedanken kreuz und quer. Er versuchte, noch immer zu begreifen, wie all dies geschehen konnte, ohne dass jemand es bemerkte. Irgendetwas lag in der Luft, und je mehr er davon erfasste, desto schwerer wog das Ganze. Bevor Darius sein Gemach betrat, um zur Ruhe zu kommen, machte er einen Umweg über den Hof. Die Neugier trieb ihn an, ebenso wie sein Drache... er wollte dieser besonderen und einzigartigen Frau begegnen, die Lucien so vollst?ndig in ihren Bann gezogen hatte. Doch was tat er hier eigentlich? Es war verrückt, dass er überhaupt hier stand. Warum war seine Neugier so gro?, dass er unbedingt diese Elfe kennenlernen musste?
Gerade als Darius einen Rückzieher machen wollte, h?rte er Stimmen. Eine vertraute, sanfte, weibliche Stimme… und eine fremde. Sein Herz zuckte kurz. Kann das sein?
?Das musst du wirklich nicht tun.“ Die fremde Frauenstimme war vorsichtig, doch weich.
?Nichts da.“ Lya lachte leise, warm und liebevoll. ?Ich bestehe darauf. Entweder du nimmst es freiwillig, oder ich bringe dich dazu.“ Ein leises, ergebenes Seufzen antwortete ihr, als h?tte die sanfte Stimme kapituliert.
Darius trat aus dem Schatten des Torbogens und verharrte, nur um im n?chsten Atemzug sich in die dunklen Schatten zurückzuziehen. Im Garten sa?en die beiden Frauen nebeneinander auf einer Bank… ihre Rücken zu ihm gekehrt. Lya war wie immer bezaubernd… ihr meerblaues, gelocktes Haar und die klaren, azurblauen Augen, die er so sehr geliebte, erinnerten ihn an seine eigene Mutter. Als Onkel liebte er sie... alle Kinder seines verstorbenen Bruders.
Die andere Frau war vollkommen anders. Schneewei?e offene Haare die ihren Rücken hinab flossen, porzellanhelle Haut, schlanke, zarte Statur. Ihre spitzen Ohren verrieten sofort ihre Elfenherkunft, und leichte magische Schwingungen, die von ihr ausgingen… best?tigten es. Doch da war noch etwas anderes, etwas, das Darius nicht einordnen konnte. Ihre Ausstrahlung war vollkommen anders, beruhigend, aber gleichzeitig… elektrisierend. Als sie ihn ansah, stockte ihm der Atem. Waren ihre Augen wirklich… Silber? Oder hatte sie ihn gerade entdeckt? Unm?glich… Darius hatte sich weit in den Schatten zurückgezogen. Dennoch fühlte es sich an, als h?tte sie ihn durchbohrt, als w?re ein Pfeil direkt in sein Herz geschossen. Er hielt den Atem an, gefesselt von diesem Blick.
Langsam wandte die Elfe ihre Aufmerksamkeit wieder Lya zu, als sei nichts geschehen. Doch innerlich war Darius aufgewühlt. Sein Drache spürte seine Unruhe und dr?ngte ihn, sofort zu verschwinden. Nach mehreren z?gerlichen Schritten zog er sich zurück ins Schloss. Sein Herz schlug immer noch schnell, die Gedanken wirbelten. Jetzt war es endgültig an der Zeit, sein Gemach aufzusuchen. Darius brauchte dringend Schlaf… bevor sein Verstand hier und jetzt endgültig den Dienst versagte.

