Gerade wollte Lucien wieder ihre sinnlichen Lippen berühren und schmecken, weil er sah, wie ihr eigenes Verlangen danach gierte. Ihr sehnsuchtsvoller Blick wollte ihren Wunsch erfüllen und das er dieses immense Bedürfnis empfand, erschreckte und irritierte ihn erneut. Es erschütterte ihn und doch musste er es, als w?re es sein instinktives Bedürfnis. Dieser Gedanke hatte ihn schon zu einem anerkennenden Knurren verleitet und sich ihren weichen Lippen gen?hert, bis er spürte, wie ein unsagbarer Schmerz durch seinen Kopf schoss. Zischend wich er von der Elfe zurück und hielt sich seinen platzenden Sch?del. ?Verfluchte Schei?e...“, verschwamm kurz seine Sicht vor seinen Augen und konnte sich gerade noch an seinem Bettpfosten festhalten, bevor es ihn in die Knie zwang.
?Lucien De la Cruise“ , hallte ein messerscharfer Klang in seinem Kopf breiter, der so eiskalt war, wie der k?lteste Gletscher. Er wusste genau, wer ihn gedanklich bombardierte.
?Mutter...“ , knurrte Lucien innerlich drohend und diese Frau konnte erbarmungslos sein. Selbst ihren eigenen Kindern gegenüber zeigte sie keine Begnadigung.
?Wenn du nicht sofort deinen Arsch hierher bewegst, werde ich ihn dir aufrei?en. Das schw?re ich dir“ , fauchte sie lautstark und sie sandte schmerzhafte Wellen durch ihre Verbindung. Allein aus Strafe und weil sie stinksauer war. Darum hatte er h?llische Kopfschmerzen, das drohte seinen Sch?del platzen zu lassen.
?H?r auf damit, Mutter“ , fauchte Lucien wütend zurück. Es kostete ihn schon seine ganze Mühe, sein Gleichgewicht zu halten. Sein Blick wanderte benommen zu der Elfe, die sich von ihm entfernt hatte und ihn aus einer Entfernung anstarrte. Sein Drache gefiel diesem Abstand nicht und das sie ihn mit wachsamen Augen anblickte. Bis eben war alles perfekt gewesen und nun war der Augenblick vernichtet worden. Er war so weit gekommen und er rastete gleich aus. ?Was habe ich denn schon wieder angerichtet?“
?Reize nicht meine Geduld noch zus?tzlich, Lucien. Bewege dich endlich. Wenn du nicht bis zur Abendd?mmerung hier erscheinst, mache ich meine Drohung wahr“ , unterbrach seine Mutter mit einem einzigen Schnitt ihre gedankliche Verbindung und in seinem Kopf herrschte wieder angenehme Stille. Wohltuende Ruhe. Er hatte seine Gedanken wieder für sich alleine und seufzte erleichtert auf. Es ?rgerte ihn ma?los. Zuvor hatte er einen berauschenden Moment gehabt und der Krieg hinüber, sowie seine Erregung. Seine Mutter hatte alles zunichtegemacht und wenn sie ihn nicht so gedanklich bombardiert h?tte, würde diese Elfe jetzt st?hnend unter ihm liegen und er steckte mit seinem dicken harten Schwanz tief in ihr drinnen. Es w?re zu sch?n gewesen, aber das musste er wohl hinten anstellen, weil er den Befehl von ihr nicht ignorieren konnte. Sie war die K?nigin des Drachenvolks.
Noch... gestand er sich zu, bevor er die Position einnahm. Als sein Vater vor vielen Jahrzehnten verstarb, ging der Thron automatisch an ihm über. Seine Reife und St?rke seines Drachens kamen an einem Punkt, dass sich alles ?nderte, und in der vorigen Zeit hatte seine Mutter die überbrückung übernommen. Obwohl Lucien nur an dritter Stelle unter seinen Geschwistern stand, lag es an seinem Blut, das er der n?chste Nachfolger sein würde. Er besa? neun Geschwister, und der Titel ging ausgerechnet an ihn, dass er über die ganze Drachenhorde herrschen sollte. Ihm blieb nichts anderes übrig eines Tages das Erbe seines Vaters anzutreten. Nicht jeder besa? das Anrecht und in ihren eigenen Gesetzen stand geschrieben, das der Geruch des Alphas an einem haften musste. Nur derjenige besa? die imposante Kraft und die Macht über das Drachenvolk vollkommen zu beeinflussen. Wie im Geiste und über ihren K?rper. Genau das war es, was seine Mutter vorhin ausgenutzt hatte. Sie nutzte ihre Macht über seinen Drachen, indem sie ihn qu?lte.
Solange Lucien nicht den Thron bestieg, besa? seine Mutter, Rhivanna De la Cruise die obere Rangordnung. Eigentlich war er noch nicht bereit dafür und wollte eigentlich kein K?nig sein, aber eines Tages würde es dazu kommen und er musste seine Pflicht gegenüber seinem Volk erfüllen. Ob es ihm nun gefiel oder nicht. Dies war sein Schicksal, welches ihm offenbart wurde.
Also musste Lucien nun notgedrungen ins Schloss der K?nigsfamilie De la Cruise. Sein ehemaliges und doch auch zukünftiges Zuhause. Damals war er von dort abgehauen, weil er frei sein wollte, und lebte in dieser H?hle zurückgezogen. Hier liebte er es und h?ufte seinen Hort an. Zufrieden und glücklich, aber langsam sollte er seine Vorstellung umdenken. Ihm blieb nicht mehr viel Zeit und alle hingen ihm schon im Nacken. Er hasste es.
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?Wie gerne ich dies hier weiterführen m?chte, so muss ich dir sagen, dass ich für eine Weile fortmuss. Keine Sorge, ich werde mich beeilen, aber sobald ich wieder hier bin, werden wir genau dort weiter machen, wo wir aufgeh?rt haben. Ich freue mich schon darauf“, l?chelte Lucien sie wissend an, w?hrend sie ihre silbrigen Augen weiteten. Sie waren immer noch faszinierend geheimnisvoll. Die Elfe presste sich weiter an das Kopfende seines Bettes, als k?nnte es nachgeben und sie schien zu hoffen, durch W?nde gehen zu k?nnen. Sehr amüsierend.
Mit einer einzelnen gezielten Drehung begab sich Lucien zu einen seiner h?lzernen dunklen Schr?nke. Er ?ffnete ihn und nahm sich gezielt sichere dicke Eisenfesseln mit einer Verl?ngerung heraus. Er konnte nicht riskieren, dass diese Elfe ihm entfloh, und dafür musste er gewisse Ma?nahmen ergreifen, bis er zurückkehrte. Mitnehmen konnte er sie auch nicht, weil fremde Au?enstehende nicht gestattet waren. Au?er es gab eine spezielle Ausnahme, die erforderlich war.
Lucien verspürte den intensiven Blick auf seinem Rücken, als würde er mit Dolchen durchbohrt werden. Natürlich versuchte, sie herauszufinden, was er vor hatte und kaum das er sich umdrehte, fing sie auf einmal panisch an zu schreien und war sofort auf der Flucht. Er war mit schnellen Schritten bei ihr, fing gerade noch die Elfe um ihrer Taille auf, als sie vom Bett springen wollte.
?Nein“, kreischte sie auf und wehrte sich wie eine wilde Katze in seiner Umarmung. Noch heftiger als zuvor und krallte sich kratzend in seinen Unterarm fest. ?Nein... ich will das nicht. Lass mich los“, wurde sie um jede Sekunde hysterischer. ?Das kannst du nicht mit mir machen“, ergriff die Panik immer mehr von ihr Besitz. Lucien konnte ihren panischen Herzschlag spüren und h?ren, sodass es in seinen Ohren plagte. Wieso wirkte sie so angsterfüllt? Er würde ihr dadurch nicht wehtun, aber nur, je mehr sie sich wehrte.
Wohingegen Lucien die Elfe locker in einen seiner massiven Arme gefangen halten konnte, schwang er eine er Eisenfessel mit seiner l?ngeren Kette um einen der oberen Bettpfosten. Dabei griff er ein Handgelenk von ihr und verschloss es binnen von Sekunden an ihr fest. Ebenso die andere Seite, denn so schnell konnte sie nicht registrieren, da lag sie auf dem Bett angekettet. Der Anblick gefiel ihm irgendwie, als w?re sie sein pers?nliches Haustier. Die Frau mit ihrem seltenen schneewei?en Haar zerrte heftig an der Kette, weil sie sich befreien wollte oder ob es eine M?glichkeit gab, das sie aus den Handfesseln schlüpfen konnte, aber Lucien erkannte es an ihren entt?uschenden Gesichtsausdruck, alles vergebene Liebesmüh. Sie würde es nicht schaffen, und es stimmte ihn zu frieden.
?Ich wei? nicht, wie du es geschafft hast, aus meinem Kerker zu entkommen, aber daraus wirst du dich nicht befreien k?nnen und das wei?t du“, sah Lucien weiter ihren verzweifelten Blick an und ihr ergebender Ausdruck versetzte ihn schon ein kleines Bisschen zu. Vor allem wie sich ihre Schultern vor einer Niederlage zusammensackten, und ihren Kopf lie? sie leicht h?ngen. Er mochte ihre feurige Leidenschaft.
?Wieso?“, wollte sie wissen und schaute ihn ohne Umschweife an. Diese Augen... die G?tter bewahre ihn. Ihre silbernen Augen waren wie das sch?rfste Schwert, welches je geschmiedet wurde. So traf es auch seinen Leib, hart, erbarmungslos und kraftvoll.
Lucien lie? sich neben ihr auf dem Bett nieder und strich ihr eine wei?e Str?hne aus ihrem Gesicht. ?Du kennst den Gru...“, schlug sie seine Hand mit einem gezielten Schlag von sich, als das klatschende Ger?usch im Raum verhallte.
?Fass mich nicht an“, fauchte sie ihn an und ihre Stimme klang angewidert. Bei dieser heftigen Abweisung knirschte Lucien mit seinen Z?hnen und erneut flammte seine Wut auf.
?Na sch?n, von mir aus bleib solange an diesen Ketten, bis du versauerst“, entgegnete er ihr und stand blitzartig auf. Ein letztes Mal schaute er auf ihr herab, drehte sich um und ging zum Ausgang.
?Nein, du kannst mich so nicht zurücklassen. Mach mich wieder los“, h?rten er ihre erneute panische Stimme und das Rasseln der Ketten, weil sie immer und immer wieder verzweifelt probierte, sich zu befreien. ?Nein, komm zurück. I… ich schüre auch, nicht wegzulaufen, aber nur… mach nur bitte diese Fesseln los. Kurz hielt er in seiner Bewegung inne, drehte sich aber nicht zu ihr um. Seine Arme hingen an seinen nackten K?rper hinab und verkrampften sich. Er war wütend über sich selbst, weil er hin und hergerissen war.
Diese Frau, die so einen starken Blick besa?, bettelte ihn an? Es h?rte sich schnell an, als würde es um ihr Leben gehen. Dabei waren es nur normale Eisenfesseln und er hatte sie nicht so festgeschnallt, damit sie sich verletzen konnte. Natürlich wollte niemand angekettet sein, ihm würde es nicht anders gehen. Sein Drache würde durchdrehen, würde ihm somit seine Freiheit beraubt werden. Aber er wollte und konnte nicht riskieren, dass sie ihn durch seinen Finger glitt. Egal, wie viele Schwüre Lucien ablegen würde, aber er musste sie behalten. Daher würde sie genau dortbleiben, wo die Elfe jetzt war. Sicher und wohlbehalten auf seinem Bett. Er würde maximal einen Tag brauchen und dann h?tte sie ohnehin alles überstehen. Vermutlich würde er sich beeilen, weil er zu ihr zurückkehren und sich an ihren K?rper berauschen wollte, wie er es zu Anfang an vor gehabt hatte.
?Gew?hn dich dran“, sprach Lucien gleichgültig und verschwand ohne einen letzten Blick auf seine Beute geworfen zu haben. Er ignorierte ihre verzweifelten Schreie, die ihn noch eine Weile durch seine H?hleng?nge begleiteten. Sein Drache war unzufrieden und wollte, dass er zu ihr verkaufte, aber er und konnte nicht. Nicht solange er seine Pflicht erfüllt hatte, damit er sich den unendlichen Freiraum mit ihr nehmen konnte. Er wollte sie ohne Einschr?nkungen und aus diesem Grund verwandelte Lucien sich vor seinem H?hlenausgang in seine schwarze Drachengestalt. Drückend erhob er sich vom Boden empor und leitete durch die Lüfte, Richtung seiner Familie. Der sonnige und wolkenlose Himmel bereitete ihm gerade keine Zufriedenheit, wie es zuvor in ihm wach rief. Er war alles andere als zufrieden.

