In ihrem feuerroten Kleid und mit schneewei?em Haar wirkte Emmanline unglaublich verführerisch. Der Kontrast zu ihrer hellen Haut lie? ihn beinahe taumeln. Wie konnte etwas so Banales nur so unwiderstehlich aussehen? Nie zuvor hatte Lucien etwas derart Erotisches gesehen. Der Genuss, mit dem sie eine kleine, scheinbar harmlose Kirsche kostet, treibt ihn beinahe in den Wahnsinn.
Wie konnte so etwas verdammt sexy wirken?
Als sich ihre zarten Lippen um die runde Frucht schlossen, erbebte Lucien innerlich. Sofort reagierte sein K?rper und er konnte nichts dagegen tun. Sein innerer Drache tobte vor Glückseligkeit. Er war erneut erregt. Ein prickelnder Schmerz durchzog seine Lenden, sein Blut schoss in seinen Schwanz und alles, woran er denken konnte, war, sie zu sich zu rei?en, sie auf seine Arme zu heben und sie hinter sich aufs Bett zu legen.
Seine Begierde w?chst mit jedem Augenblick. Doch gleichzeitig spürte Lucien ihre Zurückhaltung, das subtile Unbehagen, das sie ausstrahlte. Er wusste, wo Emmanline ihr Leben verbracht hatte, und konnte sie nicht einfach wie zuvor behandeln. Vorsichtiger, vorsichtiger musste er sein. Sie war stur, schlagfertig und doch zerbrechlich, verletzlich. Lucien wollte den Rest an Mut und überzeugung, den sie besa?, nicht zerst?ren. Gerade diese Mischung machte Emmanline so unwiderstehlich.
Fluchend drehte Lucien sich um. ?Ich brauche dringend eine Dusche“, murmelte er, mehr zu sich selbst als zu ihr. Die Vorstellung, ihr weiter zuzusehen, lie? seine Selbstkontrolle schwinden. Er durfte sie nicht verletzen, aber die Lust war zu stark. Selbst wenn er heute schon eine Dusche hatte. Ach, was soll's. Dann eben ein zweites Mal. Er brauchte die eisige Abkühlung und die Erleichterung, die nur er sich schaffen konnte.
Und zwar jetzt.
Lucien stürmte ins Badezimmer und riss seine Kleidung vom K?rper, die er achtlos in eine Ecke warf. Unter der kalten Dusche massierte er sich, das Wasser prasselte wie ein kalter Mantel über seinen K?rper, w?hrend Bilder von ihr vor seinem inneren Auge auftauchten. Die kleine, geheimnisvolle Elfe... nackte Haut, lüstern und hingebungsvoll, wie sie sich ihm n?herte. Ihre H?nde auf seinen Schultern, auf Zehenspitzen, um ihn zu küssen. Lucien k?nnte ihr niemals widerstehen. Er war nur ein Mann mit Begierden. Seine H?nde erkundeten sie in Gedanken, eine auf ihrer Taille, sein Glied fest an ihrem Bauch, die andere streichelte sanft ihre Wange. Ihre Reaktion... ein keuchendes, leises St?hnen. Dies entzündete ihn nur noch mehr und brachte sein inneres Feuer weiter zum Toben. Jede kleinste Berührung lie? seine Lust steigern. Allein die Vorstellung, sie gegen eine Wand zu pressen, ihre Beine um seine Hüften geschlungen, lie? sein Herz rasen und seine Gedanken verschwimmen. Sein Schwanz drang tief in ihren engen Spalt ein, umfasste ihn wie ein warmer Handschuh. Der moschusartige Duft ihrer Erregung durchzog die Luft, selbst das kalte Wasser konnte es nicht vertreiben. Alles um sie herum verschwand. Nur ihre K?rper und das Verlangen blieben. Je mehr Lucien sich seiner Gedanken hingab, desto enger schmiegte sich ihr Inneres um ihn und deutete auf das nahende gemeinsame Vergnügen hin.
Dann überschlug sich alles in einem Feuerwerk aus Lust. Emmanline presste sich gegen die Wand, ihr ganzer K?rper erbebte in seinen Armen, ein lauter, ekstatischer Schrei entfuhr ihr und Lucien folgte ihr kurz darauf mit heftigen St??en. Alles, was in ihm brannte, entlud sich in ihr, bis nur noch ein Nachbeben zurückblieb.
Lucien riss die Augen auf, aus den erotischen Tr?umen gerissen, noch immer erschüttert vom H?hepunkt. Keine verführerische Elfe in seinen Armen, nur der kalte Fliesenspiegel vor ihm, der stumme Beweis seiner frustrierenden Erl?sung. Sein steifer Schwanz lag noch immer in seiner Hand, eine Erinnerung an das, was unerreichbar blieb. Wut stieg in ihm auf, hei? und unkontrollierbar. ?Verfluchte Schei?e!“ Seine Faust schlug gegen die Duschwand, Fliesen splitterten, und es war ihm egal, wer es h?rte. Alles in ihm brannte. Groll, Verlangen und Frustration. Lucien war besessen, getrieben von Verlangen, das noch immer ungestillt war. Er drehte das Wasser ab, wickelte sich ein Handtuch um die Hüfte und trocknete sein Haar. Nach einem kurzen Z?gern schob er seine schwarze Hose wieder über die Hüfte, sein Shirt lie? er achtlos auf dem Boden liegen.
Lucien trat aus dem Badezimmer und lie? den Blick schweifen. Am Tisch war sie nicht. Doch sie war noch hier. Ihr unverkennbarer Duft nach Sonnigem hing in der Luft, wie ein sanfter Schatten. Am Fenster stand Emmanline, reglos, gebannt von der Abendd?mmerung, die sich langsam über die Landschaft legte. Er hielt inne, beobachtete sie, das Herz noch immer in Aufruhr. Die Stille zwischen ihnen war geladen, erfüllt von dem, was unausgesprochen blieb.
Locker über der Schulter das Handtuch, ging Lucien zu ihr. ?Bewunderst du die Aussicht, oder warum starrst du so?“
?Ja“, antwortete Emmanline knapp.
Lucien sah sie ernst an und deutete auf das Fenster. ?Als Aiden dich bat, ins Zimmer zurückzukehren, bist du pl?tzlich stehen geblieben und hast nach drau?en gestarrt. Ich sah deinem Blick nach, doch ich sah nichts. Was war es?“
Emmanline drehte sich um und ihre Stirn legte sich in Falten. ?Diese Frage ist nicht dein Ernst“, seufzte sie ersch?pft. ?Ich habe den Sonnenaufgang beobachtet. Der ganze Horizont war ein rotes Meer. So etwas sehe ich selten. Für dich ist es vielleicht gew?hnlich, für mich ist es überw?ltigend.“
Lucien nickte, die Jahre und die Routine seiner Unsterblichkeit im Nacken. ?Da hast du Recht. Wer so lange lebt wie ich, gew?hnt sich an alles.“
Sie z?gerte, dann leise: ?Im Badezimmer … du hast laut …“ Emmanline wich seinem Blick aus und R?te stieg ihr ins Gesicht.
Er l?chelte amüsiert. ?Ich denke, das willst du nicht wissen“, sagte er, aber Emmanline sah ihn nur fragend an. ?Die Scham würde dich err?ten lassen, wenn ich dir das sage“, sagte er verführerisch und seine Augen blitzten leicht auf.
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Sie zuckte erschrocken zurück. ?Das ist… widerlich.“
Lucien lachte laut auf. ?Ich hatte doch gesagt, du sollst nicht nachfragen.“
Emmanline
Bilder von ihm, wie er unter der Dusche stand, schossen durch ihren Kopf. Emmanline hatte, was Liebschaften anging, keinerlei Erfahrung und doch wusste sie instinktiv, was solche Gedanken bedeuteten. Hatte er sich wirklich selbst…? Dieses Wort konnte sie nicht denken. Aber hier drau?en, in seiner N?he… es war widerlich. Und dennoch, Scham durchzuckte sie, w?hrend sie spürte, wie reizvoll sie sich dabei fühlte.
Oh ihr G?tter, Emma. Rei? dich zusammen. Daran darfst du erst nicht denken.
Und doch überkamen Emmanline ungeahnte Gefühle. Ein stechender Schmerz zog sich durch ihren Bauch, Hitze breitete sich in ihrem ganzen K?rper aus, bis in die Fingerspitzen und Zehen. Alles kribbelte, doch das durfte nicht sein. Dieser Mann... ein Drache... l?ste in ihr solch Gefühle aus, dass sie nicht kannte.
Sein Oberk?rper… Sie wagte kaum hinzusehen. Glatt, noch leicht feucht, muskul?s und verführerisch. Breite Schultern, die dazu einluden, sich an ihn zu schmiegen; kr?ftige Arme, an die man sich drücken wollte. Emmanline hatte gespürt, wie es war, seine Brust zu berühren, aber nie nackt, nie so direkt. Ein Feuersturm überkam sie, riss sie ohne Gnade mit. Genau deshalb hatte sie versucht, ihn nicht anzusehen.
?Und jetzt? Was willst du tun? Mich einsperren, bis dein Treffen vorbei ist?“ Ihre Stimme klang gleichgültig, doch in ihrem Inneren tobte es. Sie musste diesen Drachen reizen, damit sie sich ablenken konnte und aus dieser Spirale von Gefühlen kam.
?Verdammt, Emmanline. H?r auf, als würde ich dich wie diesen Bastard behandeln.“ Wut blitzte in seinen Augen.
?Doch tust du es auf gewisse Weise, wenn du mich gefangen h?ltst“, entgegnete sie und konnte nicht damit aufh?ren. Ihr Herz raste noch immer.
Der Drache griff ihre Oberarme, zwang sie, ihn anzusehen. ?Beschützen trifft es besser. Culebra ist immer noch hinter dir her. Was daran ist falsch?“
Emmanline summte missmutig. ?Eine Menge. Ich kann auf mich selbst aufpassen.“
?Ja, das hat man gesehen, wo du dein ganzes Leben verbracht hast. Ich biete nur Hilfe an“, widersprach er ihr und schüttelte mit seinem schwarzen Schopf, w?hrend kleine Wassertropfen sich von seinem Haar l?sen.
Nicht gut.
Seine Worte fühlten sich an wie ein Vorwurf. ?Hilfe? Nach allem, was ich durch deine Art erleiden musste? Aus reiner N?chstenliebe? L?cherlich, Drache.“
?Ich habe einen Namen“, knurrte er erzürnt.
Emmanline ignorierte seinen Protest, ihn beim Namen zu nennen. Sie brauchte ihn nicht. Andere verschwanden aus ihrem Leben, und dennoch… Aiden hatte sie einmal gerettet, ohne je aggressiv gewesen zu sein. Ihm vertraute sie instinktiv... vielleicht. Culebra war nur ein Teil ihrer Existenz.
?Wieso bist du nur so stur?“ Knurrte er, sein Blick grimmig.
?Wieso bist du nur so nervig?“, erwiderte sie schlicht.
Er seufzte, lief auf und ab. ?Es dient nur zu deiner Sicherheit.“
Emmanline glaubte ihm... vielleicht. Aber zu welchem Preis? Welche Opfer würden von ihr verlangt? Seufzend setzte sie sich aufs Bett. ?Habe ich denn eine Wahl?“
Er kam auf sie zu, hockte sich vor sie und nahm ihre H?nde. Sie wollte sich wegziehen, doch er hielt sie sanft, aber bestimmt. ?Nicht wirklich, Emmanline.“ Seine Stimme ruhig, doch bestimmt.
?Und ich soll hier sitzen und warten? Unbestimmt?“ Sie klang trotzig, doch tief im Inneren kochte etwas, das sie nicht verstand. Vor einem Drachen zu sitzen, das war gef?hrlich. Jeder falsche Schritt, jede falsche Bewegung hatte Konsequenzen und er k?nnte seine Wut immer wieder freien Lauf lassen.
Doch dann berührte er sanft ihre Wange und Emmanline zuckte leicht zusammen. Nur ein Hauch und dennoch lie? Emmanline ihn gew?hren. Sein Blick bohrte sich in ihre Augen, warm und intensiv. Pl?tzlich konnte sie in diesen goldenen Augen versinken, fühlte, wie ein tiefer Punkt in ihr aufleuchtete.
?Deine Augen…“ flüsterte Emmanline heiser. ?Du starrst mich so… eigenartig an. Nicht wie sonst. Warum?“
Lucien
?Weil ich dich will, Emmanline. In meinem Bett.“ Seine Augen glühten, wandten sich kurz der Matratze zu. Den dunkelroten Lacken, den vielen Kissen und den Decken. Lucien wollte sie dort liegen sehen, nackt, ausgestreckt, ihr wei?er Teint ein scharfer Kontrast zum Rot und ihr schneewei?es Haar wie ein F?cher um den Kopf ausgebreitet. Dann ihr Blick: vor Verlangen, vor Neugier, vielleicht sogar Entzücken. Alles was er unter sich begraben wollte.
Doch Lucien sah es in ihren Augen, es war zu früh. Emmanline wirkte, als dr?nge er sie in die Enge und das wollte er nicht. Wenn sie sich ihm freiwillig hingab, dann würde er erst erfahren, was in ihrem verborgenen lag. Die Leidenschaft, das Bedürfnis, genau das zu wollen, was er von ihr erhoffte. Die reine Hingabe.
?A... aber wieso willst du das?“ Deine Stimme zitterte, nerv?s. ?Du kannst jede Frau haben, die du willst. Ich passe doch nicht in dein Bild einer Frau.“ Emmanline wich seinen Berührungen aus, versuchte, sich zu schützen.
Lucien schnaubte leise, ein Hauch von Drachenzorn flackerte auf. Sie hatten nicht ganz unrecht, doch Wahrheit und Lüge lagen nah beieinander. Sie brachte sein Blut in Wallung, sein innerer Drache rebellierte bereits bei der kleinsten Berührung. Au?erdem musste er sich etwas einfallen lassen, wenn er sie haben wollte, und das wollte er um jeden Preis. ?Ja, das hatte ich einmal erw?hnt.“ Sein Blick blieb konzentriert, schnell schwer. ?Nun, was soll ich machen? Ich bin auch nur ein Mann und Dinge ?ndern sich.“ Ein Blitz von Humor huschte durch seine Augen, kurz und unerwartet.
?Niemals.“ Sie wehrte sich erneut energisch. Und genau das faszinierte ihn. Wie diese Elfe sich auflehnte, ohne zu merken, welche Wirkung sie auf ihn hatte. Bald würde sie ihm geh?ren, das wusste er.
?Warten wir es ab.“ Sein Lachen hallte durch den Raum, ein Klang, der Macht und Vergnügen zugleich versprach. Lucien stand auf, bereit, das Spiel zu vertagen. Geduld war nicht seine St?rke, doch bei ihr war alles anders. Halb zur Seite gewandt beobachtete er sie, ihre H?nde krallten sich vergeblich in den Scho?. Ihr Stirnrunzeln, die Gedanken, die rasend durch ihren Kopf schossen. Er konnte sie nicht bedr?ngen. Je l?nger er in diesen silbernen Augen sah, desto tiefer erkannte Lucien Abgründe darin. Abgründe, die niemand berühren durfte, nicht einmal er. Diese Frau konnte zerst?rt werden und würde sie nicht zurückholen. Seufzend fuhr er sich über das Gesicht. ?Lassen wir es für heute. Wir werden es entspannter angehen.“
"War?" Ihr Kopf schoss hoch, Verwirrung in den Augen.
?Schon gut, es war nichts.“ Er winkte ab. Ein L?cheln huschte über sein Gesicht, breit und aufgeregt. Das Spiel hatte begonnen. Pl?tzlich empfand Lucien sich lebendig, aufregender als seit Jahrhunderten. Die Langeweile der Jahrhunderte war wie weggeblasen. Emmanline war unberechenbar, ein R?tsel und genau das machte sie so reizvoll.
M?gen die Spiele beginnen.

