home

search

22. Shanna

  Shanna war erzürnt. In ihrem gesamten Leben hatte sie noch nie eine derart gewaltige Wut in sich gespürt. Seit sie im Rudelclan von Sorcha lebte, hatte sie sich ver?ndert… innerlich wie ?u?erlich. Durch die Freiheiten, die Alpha Adair ihr gew?hrt hatte, hatte sie gelernt… viel gelernt. Vor allem, offener mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen, sie nicht l?nger zu unterdrücken, sondern sie zuzulassen… ja, sogar einzufordern, was sie selbst wollte. Es diente ihrem inneren Ausgleich. Seit jenem Augenblick, als sie vor dem gesamten Rudel gestanden hatte. Als sie bitterlich geweint hatte, h?tte sie besch?mt sein müssen, gel?hmt von Scham und vermeintlicher Schw?che. Doch dieses Gefühl war ausgeblieben. Stattdessen war etwas in ihr aufgebrochen… alles, was sich über ihr ganzes Leben hinweg in ihr angestaut hatte, war herausgebrochen wie eine Flut, die sich nicht l?nger aufhalten lie?.

  Ja, Shanna konnte ihre Emotionen unter bestimmten Umst?nden kontrollieren, sie zurückhalten… aber ausl?schen konnte sie nicht. Nicht jetzt. Nicht, w?hrend diese beiden Kinder vor ihr lagen, w?hrend sie ihnen mit zitternden H?nden kühles Wasser über die erhitzte Haut tr?ufelte und versuchte, ihren geschw?chten K?rpern etwas Kraft zurückzugeben.

  Emily hatte Recht gehabt. Es war ein Muss gewesen… eine Pflicht, diesen Weg als den richtigen Blick. Schon zuvor hatte sie etwas Instinktives nach ihr gegriffen, als h?tte etwas in ihr gewusst, dass sie hierhergehen musste. Fergus, Neils Gro?vater, hatte sie im Training gelehrt, ihrem natürlichen Instinkt zu vertrauen… und erst jetzt begriff sie, wie recht er gehabt hatte. Allein schon, da das h?chste Gebot im Rudelclan besagt... beschützt die Welpen… egal woher sie kommen. Wenn Shanna richtig darüber nachdachte, h?tten sie diesen beiden kleinen Gesch?pfen vielleicht das Leben gerettet. Vielleicht. Aber nur… wenn sie ihre Augen wieder ?ffnet.

  Shanna legte eine Hand auf die Brust des sehnigen Jungen, als sie empfand, wie sich die Temperatur unter seiner feinen abgenutzten Kleidung von dieser Hitze etwas herunterkühlte. Auch warf sie einen Seitenblick auf das kleine M?dchen mit ihrem lang?rmlichen zerschlissenen Kleidchen. Ihre Atmung geht noch etwas schneller, aber sie verlangsamt sich, weil die Luft nicht mehr dick und schwer auf ihre Lungen drückt. ?Hast du nicht gesagt, du kennst einen Weg, wie wir sie von hier fortschicken k?nnen?“, fragte sie aufmerksam und ihre violetten Augen richteten sich auf Emily, die ihren Blick erweiterte. Aus ihrer Haltung konnte Shanna nichts erkennen, aber sie konnte sich durchaus vorstellen, dass dies nicht spurlos an ihr vorbeiging.

  Emily schüttelte ihren erdbeerblonden Schopf. ?Ja, ich k?nnte es, aber wenn sie noch bewusstlos sind, wei? ich nicht, ob sie demn?chst zu Bewusstsein kommen. Sie würden mitten im Wald liegen und wer wei? wie lange, wenn N?x? es nicht mitbekommt. Sie würde sich darum kümmern, aber sie verl?sst nicht oft ihre Hütte“, berichtete ihre Schwester, was durchaus einen Sinn machte.

  ?Also bleibt uns fürs Erste nichts anderes übrig, als zu warten, bis sie wach werden. Aber wir k?nnen hier nicht bleiben“, meinte Shanna und das war absolut keine L?sung. Zumal sie nicht wussten, ob demn?chst nicht J?ger hier auftauchten, weil sie zu diesen Wandlerkindern wollten... oder eben andere Bedrohungen, wenn Kreaturen durch die G?nge streiften. Vermutlich nur diejenigen, die keinen Verstand besa?en. Alles andere w?re ein zu gro?es Risiko an den Huntern selbst. Zumal Shanna nicht warten wollte, weil Neil in Schwierigkeiten steckte. ?Kannst du sie tragen?“

  ?Ja, das kann ich. Wir müssen nur vorsichtig sein und im Notfall verteidigen, bis sie wach sind und wir sie zu N?x? schicken k?nnen“, sagte Emily nickend. ?Kannst du feststellen, von welcher Art sie genau sind?“, fragte sie und sah auf die zerbrechlichen kleinen Wesen. Ihre Hand lag ebenfalls auf dem kleinen Leib des M?dchens, als ahmte sie Shannas Geste nach. Dass ihre Schwester sie bat, ihre volle Sehf?higkeit einzusetzen, war nicht unüblich bei ihr. Shanna wusste über die reduzierte F?higkeit ihrerseits. Dadurch, dass sie nur ein Auge die violette Farbe besa?, bekam sie verschwommene Informationen.

  Eine Seltenheit, solche Wesen zu sehen, starrte Shanna auf die Kinder herab. ?Sie sind Drachenwandler, aber das wusstest du vermutlich bereits.“ Ihre Augen glimmten im violetten Ton auf, als sie ihre F?higkeit aktivierte. ?Wenn ich mich nicht t?usche, ist der Junge ein Eisdrache und das M?dchen… ein Wasserdrache. Ich kann nur einen leichten Schimmer ihrer Blaut?ne erkennen“, erkl?rte Shanna und strich dem Jungen sein leicht gebleichtes blaues Haar aus der Stirn. Doch sobald sie diese Z?rtlichkeit gewidmet hatte, riss er seine blausilbernen Augen auf und kaum, dass er sie sah, zuckte er gebleckten Z?hnen, wütend und zugleich ?ngstlich zurück. Sein K?rper presste sich an die felsige Wand, aber sofort ruckte sein Kopf, dass er zu Emily blickte... knurrendes Vibrieren nahm Shanna wahr, als er nach vorne stürzte... den bewusstlosen Leib des kleinen M?dchens mit seinen bedeckte.

  ?Fasst… sie nicht… an“, abgehackte Worte, sein K?rper bebend, knurrend, w?hrend seine Augen vor Bedrohung golden aufflammten. Definitiv drückte sich sein Drache in den Vordergrund, worauf Shanna sich leicht zurückzog und ihre Schwester ahmte es ihr nach. Das Wichtigste war jetzt, ihn zu beruhigen und zu zeigen, dass sie keine Bedrohung darstellten.

  Sanft hob Shanna ihre H?nde, ihr Gesichtsausdruck wurde offener und weicher. ?Keine Sorge, wir wollen euch nichts tun“, sprach sie sanft und langsam. Sie ahmte die Gesten nach, die sie im Rudelclan beobachtet hatte, wenn Elternteile und Erzieher mit den Welpen sprachen.

  Der Junge knurrte erneut bedrohlich, sein Blick misstrauisch… ihren K?rper anhebend und an seinen pressend, als er sich zurück an die Wand drückte. ?Ihr… ihr seid J?ger“, fauchte er, seine Z?hne zusammenpressend. ?Euch kann man… nicht vertrauen.“

  ?Ja, das sind wir, aber wir sind anders“, summte Shanna und spürte nur die Vibrationen durch ihren K?rper flie?en. Nebenbei lie? sie sich in eine sitzende Position nieder und stellte die Flasche Wasser neben sich ab, ihre H?nde ruhten nun sicher auf ihrem Scho?. ?Meine Schwester und ich haben euch gefunden… in dieser hitzigen Umgebung“, deutete sie mit einem Nicken auf den Gang nach links. ?Ihr seid ohnm?chtig gewesen und ich glaube, ihr seid auch sehr dehydriert. Ihr braucht Hilfe“, sagte sie ehrlich, ohne ihnen etwas vorzulügen.

  ?Wa… warum solltet… ihr uns helfen?“, fragte er und machte sich noch kleiner, was Shanna innerlich schmerzte. ?Ihr… geh?rt zu denen… die uns dort zurückgelassen haben.“

  ?Weil ihr Kinder seid und nicht hierher geh?rt.“ Klipp und klar, ohne Umwege zu machen. ?Und nein, wir geh?ren nicht zu denen. So sind wir nicht. Ich komme ebenfalls wie du aus einem Wandlerrudel und wir sind hier, weil wir meinen Gef?hrten befreien wollen, der hier gefangen genommen wurde“, erz?hlte Shanna und sie hoffte, dass er die offenen Zeichen erkannte.

  Die kleinen Augen des Jungen weiteten sich für einen winzigen Augenblick, bevor sie sich wieder misstrauisch verengten. Sein hagerer K?rper zerbrechlich... das M?dchen noch gebrechlicher. ?Du… du kommst aus einem… Rudel? Das kann nicht sein, du bist eine J?gerin“, widersprach er ohne Glauben. ?Niemand würde den… Feind aufnehmen.“

  ?Das stimmt“, sagte Shanna best?tigend und nickend, ihren Blick nicht von ihm abwendend. ?Doch ich versichere dir, dass wir euch nie wehtun würden und auch niemanden verletzt haben. Wir wussten, dass ihr vermutlich auch gefangen gehalten werdet, weil meine Schwester euch gesehen hat, als ihr gefangen genommen wurdet.“ Zeigte sie neben sich auf Emily, die still neben ihr wartete. ?Aber… ihr wart zu viert gewesen, nicht wahr?“

  Love what you're reading? Discover and support the author on the platform they originally published on.

  Die goldenen Augen des Jungen huschten zwischen ihr und Emily hin und her, als versuchte er, herauszufinden, ob sie die Wahrheit sagte. ?Aye“, murmelte er nach einigen überlegungen... und diesen Freiraum würde Shanna ihm geben. Sie konnte ihn nicht zwingen, weil das kein Vertrauen aufbaute und die ganze Situation nur noch komplizierter machte. Immerhin wollten sie nicht, dass er mit dem M?dchen abhaute und allein durch die gef?hrlichen G?nge wanderte… nur darauf hoffend, einen Ausgang zu finden… den es niemals geben würde. ?Das… das hier ist meine kleine Schwester“, sagte er mit leicht gesenkten Kopf und presste das bewusstlose M?dchen fester an sich, als k?nnte er sie somit schützen. ?Zwei meiner besten Freunde… waren mit uns mit. Wir… wir wollten nach unserem gro?en Bruder und unserem Beta suchen“, gab er einige Zeit sp?ter z?gernd zu und Shanna atmete innerlich etwas erleichtert auf, weil er einen winzigen Funken Vertrauen entgegenbrachte.

  ?Wurden sie auch gefangen genommen?“, erkundigte Shanna sich und wollte erst auf seine Worte eingehen. Am liebsten h?tte sie gesagt, wie leichtsinnig das war, aber sie hatte im Rudel gelernt, das in solchen Situationen das nicht angebracht war, weil sich Kinder dann verschlie?en würden.

  ?Das… wei? keiner“, sprach er und seine vorsichtige Aufmerksamkeit ging nicht verloren. ?Sie gingen nur auf Patrouille, aber kamen nicht wieder. Wir wollten nachsehen, aber dann waren da diese… J?ger und nahmen uns einfach mit. Sie brachten uns zu einem riesigen Geb?ude und dann hierher. Sie trennten uns. Nur meine Schwester und ich wurden dort bei dieser Hitze zurückgelassen“, antwortete er und kleine Tr?nen standen in seinen Augen, sein K?rper leicht zitternd. Gerne würde Shanna ihn in die Arme nehmen, aber das würde er nicht zulassen.

  Auch der Blick zu ihrer Schwester war nicht anders. ?Was sind deine Freunde und dein Bruder sowie euer Beta für Wesen? Sind es auch alle Drachenwandler?“, fragte Emily den Jungen. Nach ihrem Ausdruck zu vermuten, waren ihre Worte vorsichtig gelegt, und auch der Junge zuckte nicht zusammen, als er sich ihr zuwandte. Shanna versuchte, alles von den Lippen abzulesen.

  ?Nein“, sprach er und sein kleiner Kopf schüttelte sich. ?Unser Beta ist kein Drache, wie wir, aber mein Bruder und meine anderen beiden Freunde. Aber… aber warum wollt ihr das wissen?“ Sein Gesicht gleich wieder voller Misstrauen.

  ?Damit wir wissen, wo wir suchen k?nnen und dass wir sie auch befreien k?nnen, wie euch beide“, entgegnete Emily und ihre zweifarbigen Augen funkelten vor Entschlossenheit.

  Die goldenen Augen des Jungen weiteten sich erneut, aber sie flackerten leicht, als w?re er in einer unsicheren Gefühlsaufwallung gefangen. ?Ihr… ihr wollt helfen und… sie befreien?“ Er schien unsicher zu sein, als k?nnte er das nicht glauben. Shanna konnte das durchaus nachvollziehen... kein J?ger würde das tun.

  ?Ja“, antwortete sie auf seine Nachfrage. ?Mein Gef?hrte ist ein Wolfswandler und vielleicht finden wir jemanden von eu…“

  ?Ein Wolfswandler?“, unterbrach der Junge sie hektisch, baute sich in eine aufrechte Position auf und seine Augen strahlten pl?tzlich einen Hoffnungsschimmer aus. ?Unser Beta ist ebenfalls ein Wolfswandler. K?nnen wir…“, er unterbrach sich selbst, als wüsste er nicht, ob er das aussprechen sollte. ?K?nnen wir… mit euch kommen?“

  Von dieser Frage überrumpelt, runzelte Shanna leicht die Stirn. ?Ich glaube nicht, dass dies ein Ort ist, wo ihr euch aufhalten sollt. Es ist zu gef?hrlich für euch“, widersprach sie dem Jungen.

  ?Nein, bitte“, flehten seine Worte und seine Augen. ?Ich verspreche… auch nicht aufzufallen oder euch zu st?ren.“

  Innerlich seufzte Shanna und schaute zu ihrer Schwester, die ihren Blick erwiderte. Das war keine einfache Entscheidung und doch konnte sie auch begreifen, wie sehr er jemanden von seinem Rudel finden wollte. ?Was denkst du?“

  ?Eigentlich w?re es nicht ratsam“, erwiderte Emily. ?Ich habe Bedenken, dass ihnen etwas passiert und wir sie dann verletzt oder nicht lebend herausschaffen. Sollten wir auf weitere Wendigos sto?en oder andere Bedrohungen, brauchen wir Handlungsfreiraum.“

  ?Ihr… ihr müsst keinen von uns tragen“, wandte sich der Junge sofort ein, als w?re das ein ausschlaggebender Punkt. ?Ich kann… meine Schwester Huckepack tragen.“

  Shanna sah den Jungen erneut an und dann das kleine M?dchen, das mit ihren kurzen meerblauen Haaren in seinen Armen lag. Sie war hübsch, aber noch immer nicht bei Bewusstsein. Sie wussten auch nicht, was sie zu sehen bekamen und was auf sie zukam. Es war absolut nicht ratsam, aber Shanna bezweifelte, dass sie einfach so gehen würden, wenn sie sie wegschicken würden.

  ?Nur unter Bedingungen“, sprach sie mit fester und eindringlicher Stimme, damit er auch verstand. ?Erstens wirst du Nahrung und Wasser zu dir nehmen, damit du versorgt bist. Zweitens wirst du wirklich auf uns h?ren müssen, egal in welcher Situation es von dir abverlangt wird. Wir k?nnen nicht auf alles achten, wenn du mit deiner Schwester davonl?ufst. Wir werden euch beschützen, das verspreche ich dir, und auch nach denen Ausschau halten, die zu dir geh?ren, aber... eben auch jene, die wir vielleicht zuf?llig treffen. Wir wissen nicht, wer alles hier gefangen ist, aber wir wollen M?glichkeiten einr?umen. Hast du mich verstanden?“

  Seine Augen huschten wieder zwischen ihr und Emily hin und her. Z?gernd nickte er. ?Aye… ich verspreche es.“

  ?Gut.“ Shanna bewegte sich jetzt langsam und sah noch einmal zu ihrer Schwester. ?Bist du damit einverstanden?“

  Ihre Schultern hoben sich leicht, aber ihr Ausdruck war nicht überzeugend. ?Muss ich vermutlich. Du kennst dich eher mit Wandlerkindern aus als ich.“

  Vorsichtig, ohne hastige Bewegungen zu machen, beugte Shanna sich vor und nahm ihren schwarzen Rucksack, der noch offen war. Von drinnen holte sie ein gut belegtes Brot hervor... nahrhaft, lange haltbar und s?ttigend. Sie reichte es dem Jungen. Sollte seine Schwester wach werden, würde sie ebenfalls etwas bekommen. Zitternd nahm er das eingepackte Essen mit seiner kleinen Hand entgegen. Als N?chstes stellte sie eine Wasserflasche vor ihm ab.

  ?Wie hei?t ihr eigentlich? Mein Name ist Shanna und das ist meine Schwester Emily“, versuchte Shanna mehr Vertrauen aufzubauen.

  ?Ich... bin Conall und das ist meine Schwester Maura“, antwortete er z?gerlich und starrte auf das Essen.

  ?Keine Sorge, du kannst das Essen sorglos essen. Ich habe es von meiner neuen Familie bekommen. Sie sind ebenfalls Wolfswandler und sie wollten mir Verpflegung mitgeben, falls ich es brauche. Wie ich h?re, kommst du aus Schottland und auch sie kommen aus deinem Land“, ermutigte Shanna ihn zum Essen.

  ?Wirklich? Woher?“ Seine Neugier war gro?, als er seine Schwester vorsichtig auf seinen Scho? legte und das Essen auspackte.

  ?Aus Galloway Forest. Vielleicht ist dir der Rudelclan bekannt. Das MacKenzie-Rudel?“, erkundigte Shanna sich und hoffte, so einen noch besseren Zugang zu bekommen.

  ?Aye“, nickte er sofort. ?Jeder kennt es. Es ist ein gro?es Rudel geworden“, deutete er darauf hin und sie stimmte ihm zu.

  Danach st?rkte der Junge sich und er schien ausgehungert zu sein. Shanna hatte keine Ahnung, wie lange sie schon in Gefangenschaft waren und auch ohne Nahrung. Aber anscheinend reichte das eine riesige belegte Brot aus und er trank fast eine kleine Flasche Wasser leer. Sollte er auch, weil er zu lange dieser Hitze ausgesetzt war. Nur musste das M?dchen ebenfalls Flüssigkeit zu sich nehmen. Aber solange sie nicht bei Bewusstsein war, war es nutzlos, ihr etwas zuzuführen. Sie würde nicht schlucken, sondern eher ersticken.

  Emily wollte w?hrenddessen nichts und auch sie selbst nicht, weil sie sehr gut l?nger ohne Nahrung auskamen. Allein schon durch ihre Erziehung als J?ger. Sie mussten lernen, tagelang ohne Wasser und Essen auszukommen. Schon als Kinder wurden sie dem Hunger ausgesetzt, damit sie resistent dagegen wurden.

  Kurz sprachen sie noch miteinander und es war Zeit, aufzubrechen. Sie durften hier nicht lange bleiben. Doch sollte der Junge Hilfe brauchen, musste er sich melden, aber sein Ehrgeiz überraschte Shanna und wie tapfer er sich auf seinen Beinen hielt. Ebenso, w?hrend er seine kleine, zierliche vierj?hrige Schwester auf seinen Rücken nahm… als t?te er es oft. Ihr schlafender Kopf ruhte auf seiner Schulter, er leicht nach vorne gebeugt, seine beiden Arme unter ihren Schenkeln verankert. Emily ging voraus und Shanna bildete die Nachhut, wobei die beiden Kinder in der Mitte gingen. Ihre Aufmerksamkeit wieder v?llig auf den Fokus und ihre Mission der Befreiung gerichtet. Inst?ndig hoffend, dass es nicht zu weit und zu lange dauerte.

Recommended Popular Novels